Das 1×1 der Extraktion

Die Extraktion ist sowas wie das Chemie 1×1 hinter Deinem Kaffee: der Prozess des Herauslösens von Geschmack aus dem gerösteten Kaffee. Ein grundlegendes Verständnis darüber, hilft Dir dabei, das Beste aus Deinem Kaffee herauszuholen, unabhängig davon, welchen Zubereiter oder Kaffee Du verwendest. Legen wir gleich los.

Wie eine Extraktion generell abläuft.

Sobald Dein Kaffee mit Wasser in Kontakt kommt, startet die Extraktion. Zunächst werden fruchtige und saure Noten herausgelöst, gefolgt von süßlichen Noten und final bitteren Noten. Die Balance aus diesen Geschmackskomponenten bestimmt den Geschmack Deines Kaffees. Grob formuliert: Schmeckt dein Kaffee zu sauer, oder wässrig ist er unterextrahiert. Schmeckt dein Kaffee zu bitter oder stark ist er überextrahiert. Irgendwo dazwischen liegt die goldene Mitte.

(Nerdwissen, um bei Deinen Freunden zu punkten: Die optimale Extraktionsrate für Filterkaffee liegt zwischen 18-21%. In der Fachsprache Total Dissolved Solids, kurz TDS genannt).

Wie wir Dir den Extraktionsprozess abnehmen

Oft kann die Suche nach dieser goldenen Mitte recht schwierig sein. Denn die Extraktion hängt von vielen Faktoren ab. Mit unserem Filterfreunde Boxen kannst Du dich allerdings entspannt zurücklehnen. Wir haben alle Faktoren, die die Extraktion maßgeblich bestimmen sorgfältig für Dich getestet, an unsere Kaffees angepasst und in unsere Rezepte verpackt. Wenn Du dennoch mehr erfahren willst, dann lies munter weiter.

Extraktion en detail:

Hinter einem guten Geschmack Deines Kaffees steckt neben der Kaffeequalität und anderen externen Umständen (wie Wasserhärte, Zubereitungsmethode und Co.) also vor allem die Menge der herausgelösten Partikel. Wovon hängt diese Menge nun ab?

Externe Faktoren konstant gehalten, hängt die Extraktionsrate vor allem ab von:

  • Der Wassertemperatur. Heißeres Wasser löst in der gleichen Zeit mehr Partikel heraus, als kälteres Wasser.
  • Der Kontaktzeit. Je nachdem wie lange das Wasser in Kontakt mit dem Kaffeemehl ist, löst es mehr oder weniger Partikel heraus.
  • Dem Mahlgrad. Ein feinerer Mahlgrad, damit eine größere Oberfläche, führt zu einer schnelleren Extraktion. Ein gröberer Mahlgrad, damit eine kleinere Oberfläche, führt zu einer langsameren Extraktion.
  • Dem Kaffee: Wasser Verhältnis. Das kannst Du dir denken.
  • Dem Röstprofil. Je dunkler ein Kaffee geröstet ist, desto wasserlöslicher werden seine Komponenten. Das heißt im Brühprozess, dass ein dunkel gerösteter Kaffee im Vergleich zu einem hell gerösteten Kaffee vergleichsweise kürzer mit Wasser in Kontakt sein muss, um die gleiche Menge Partikel abzugeben.

So viel zur Menge der Extraktion. All das muss natürlich auch gleichmäßig sein, d.h. jedes Kaffeekörnchen sollte optimalerweise genauso viele Teilchen freigeben wie seine Freunde.

Eine gleichmäßige Extraktion

Mit allen Zubereitungsmethoden kannst Du unter Berücksichtigung ihrer individuellen Eigenschaften eine gleichmäßige Extraktion erreichen. Besonders einfach in dieser Hinsicht ist der Clever Dripper aus unserer Starter Box. Denn er ist ungemein verzeihlich gegenüber Faktoren, die die Gleichmäßigkeit der Extraktion beeinflussen, wie z.B. die Art und Weise oder die Schnelligkeit des Wasser Aufgießens.

Am Ende kannst Du Dir eine Extraktion wie eine Party vorstellen. Jedes Kaffeeteilchen, was auf der Party eingeladen ist, will den optimalen Spaßgrad (Extraktionsgrad) erreichen. Wenn die Musik (Ziehzeit), Ambiente (Mahlgrad) und Co. stimmen, ist das schon mal eine gute Sache. Für einen gleichmäßigen Spaßgrad, darf aber auch niemand ausgeschlossen werden (z.B. in dem man am Rand kleben bleibt) und jeder muss genug Platz auf der Tanzfläche haben (alle müssen im Kaffee rumschwirren).

Viel Spaß mit Deinem neu gewonnenen Wissen!

Deine Filterfreunde

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